Kildin, Militärinsel in der Barentssee, Russland
Kildin Island ist ein felsiges Eiland in der Barentssee, das sich etwa 15 Kilometer in die Länge erstreckt und an manchen Stellen bis zu 5 Kilometer breit wird. Steile Granitfelsen prägen besonders die Nordküste und bilden eine raue Landschaft.
Das Eiland besitzt eine lange Geschichte der militärischen Nutzung in einer strategisch wichtigen Lage. Eine bedeutende Veränderung fand 1809 statt, als britische Kräfte ein befestigtes Kloster in der Bucht zerstörten, das zuvor der wichtigste sichere Ankerplatz in der Gegend war.
Die drei Leuchttürme der Insel – Kildinskiy Zapadnny, Kildinskiy Severnny und Kildinskiy Vostochny – prägen das Bild der Seeschifffahrt in der Kildin-Straße. Sie zeigen, wie wichtig diese Stelle für die Navigation in diesem nördlichen Meeresgebiet ist.
Der Zutritt zum Eiland ist eingeschränkt, da es sich in einer Militärzone befindet und ein Genehmigungsverfahren erforderlich ist. Es empfiehlt sich, im Voraus mit den lokalen Behörden oder Reiseanbietern Kontakt aufzunehmen, um die notwendigen Arrangements zu klären.
Der See Mogil'noe auf der Insel beherbergt eine einzigartige Unterart des Dorschs, Gadus morhua kildinensis, die nur in seinen Gewässern vorkommt. Diese Fischart ist ein seltenes Beispiel dafür, wie isolierte Süßwassersysteme ihre eigenen Arten entwickeln.
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