Kolgujew, Arktische Insel im Autonomen Kreis der Nenzen, Russland.
Kolguyev Island ist eine kreisförmige Landmasse im südöstlichen Barents-Meer mit einem Durchmesser von etwa 80 Kilometern. Der höchste Punkt erreicht 166 Meter Höhe und die Insel wird von tundraähnlichen Landschaften geprägt.
Die Insel wurde 1894 durch den britischen Naturforscher Aubyn Trevor-Battye dokumentiert, der dort unerwartete naturwissenschaftliche Studien durchführte. Seine Feldbeobachtungen trugen wesentlich zum europäischen Verständnis dieser arktischen Region bei.
Die einheimischen Nenzen bewahren hier ihre traditionelle Rentierzucht und nutzen die Gewässer zum Fischen. Diese Lebensweise prägt bis heute das Zusammenleben der Menschen auf der Insel.
Der Zugang zur Insel erfordert spezielle Genehmigungen und eine sorgfältige Vorbereitung wegen der extremen Bedingungen. Die Winter sind sehr hart mit Temperaturen um minus 12 Grad Celsius und starken Winden, wodurch eine gute Ausrüstung und Planung notwendig sind.
Das Peschanoozerskoye-Ölfeld wurde 1983 entdeckt und stellt die größte industrielle Aktivität auf der ansonsten wenig entwickelten Insel dar. Diese Förderanlage zeigt, wie moderne Infrastruktur in eine der isoliertesten Regionen der Welt eindringt.
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