Jamal-Halbinsel, Arktische Halbinsel im Bezirk Jamalski, Russland
Jamal ist eine Halbinsel im nordwestlichen Sibirien, die sich zwischen der Karasee und dem Golf von Ob erstreckt und von flacher Tundra bedeckt ist. Die Oberfläche besteht hauptsächlich aus Permafrost mit zahllosen Seen und Sümpfen, die sich im kurzen Sommer über das Land verteilen.
Russische Entdecker erreichten die Halbinsel im 16. Jahrhundert während der Expansion nach Sibirien. Geologische Untersuchungen in den 1960er-Jahren führten zur Entdeckung umfangreicher Erdgasvorkommen, die später zur industriellen Erschließung der Region führten.
Der Name dieses Gebiets bedeutet "Ende der Welt" in der Sprache der Nenzen, die seit Jahrhunderten durch die Tundra ziehen. Die Hirten leben in konischen Zelten aus Rentierfell und folgen den Wanderrouten ihrer Herden zwischen Sommer- und Winterweiden.
Reisen in diese Gegend erfordern besondere Genehmigungen und hängen von extremen Wetterbedingungen ab, da der Winter hier sehr lang ist. Eine Bahnlinie verbindet industrielle Standorte, doch der Zugang für Besucher bleibt begrenzt und erfordert sorgfältige Planung.
In den letzten Jahren entstanden hier durch Methanexplosionen unter dem Boden mehrere tiefe Krater, die Forscher aus aller Welt anziehen. Diese Formationen entstehen, wenn aufsteigendes Gas den gefrorenen Boden durchbricht und plötzlich an die Oberfläche tritt.
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