Burg Tapiau, Mittelalterliche Festung in Gvardeysk, Russland.
Burg Tapiau ist eine mittelalterliche Steinburg in Gvardeysk, im Kaliningrader Oblast in Russland, an der Stelle, wo sich der Fluss Deime vom Pregel abzweigt. Der Nordwestflügel und die Gewölbekeller aus dem Mittelalter sind bis heute erhalten.
Die Deutschordensritter errichteten 1265 zunächst eine Holzbefestigung, die 1351 unter Hochmeister Siegfried von Danenfeld durch einen Steinbau ersetzt wurde. Diese Umwandlung machte die Burg zu einem dauerhaften Stützpunkt in der Region.
Die Burg zeigt an ihren Innenräumen noch originale Sterngewölbe und Tierkopfverzierungen an den Konsolen des Hauptgeschosses, die an den Baustil der Deutschordenskirchen erinnern. Wer das Gebäude von außen betrachtet, erkennt trotzdem Spuren dieser Ornamentik an den sichtbaren Fassadenteilen.
Das Gebäude wird heute als Strafvollzugsanstalt genutzt und ist daher von innen nicht zugänglich. Besucher können das Äußere vom angrenzenden Straßenbereich aus in Augenschein nehmen und fotografieren, sollten dabei jedoch den Sicherheitsbereich der Einrichtung respektieren.
Im Jahr 1474 starb Bischof Dietrich von Cuba unter ungeklärten Umständen innerhalb der Burgmauern, als die Anlage als Verwaltungszentrum der Großkomturei diente. Die Hintergründe seines Todes sind bis heute nicht restlos aufgeklärt.
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