Schumschu, Nördliche Insel im Kurilen-Archipel, Russland
Schumschumacht die nördlichste Landmasse im Kurilenarchipel aus und erstreckt sich über flache Tundra, Sumpfgebiete und zahlreiche kleine Süßwasserseen. Die höchste Erhebung liegt bei etwa 190 Metern und die gesamte Landfläche bedeckt rund 388 Quadratkilometer zwischen dem Ochotskischen Meer und dem Pazifik.
Während des Zweiten Weltkriegs besetzte Japan die Insel und baute dort militärische Stützpunkte mit Dutzenden Panzern und Tausenden Soldaten aus. Im August 1945 startete die Sowjetunion eine Invasion, die tagelang andauerte und die letzte große Landschlacht des Krieges darstellt.
Die ursprüngliche Bezeichnung stammt von den Ainu und bedeutet in ihrer Sprache gute Insel, ein Name der auf die Fischgründe und die Robbenkolonien hinweist. Heute erinnern vereinzelte Fundamente und Metallreste an die militärische Vergangenheit, während Wissenschaftler auf den Marschflächen Vogelzüge beobachten.
Besucher benötigen eine Sondergenehmigung von russischen Behörden, da die Insel in einer militärischen Sperrzone liegt. Die Anreise erfolgt meist über gecharterte Schiffe oder Hubschrauber aus Kamtschatka und hängt stark von den Wetterbedingungen ab.
Verrostete japanische Panzer vom Typ 97 Chi-Ha liegen verteilt in der Tundra und im Sumpf, manche halb im Boden versunken. An einigen Stellen ragen noch Geschütztürme oder Kettenglieder aus dem Gras hervor und erinnern an die letzte Schlacht im Pazifikkrieg.
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