Mariä-Entschlafens-Kathedrale, Östlich-orthodoxe Kathedrale in Wladimir, Russland.
Die Kathedrale zur Entschlafung der Gottesmutter ist ein Sakralbau aus weißem Kalkstein in der Stadt Wladimir im westlichen Russland. Fünf vergoldete Kuppeln stehen über dem steinernen Hauptkörper, dessen Außenmauern mit Säulen und Reliefs aus demselben Material gegliedert sind.
Fürst Andrej Bogoljubski ließ das Bauwerk zwischen 1158 und 1160 errichten und ordnete zwischen 1185 und 1189 die Erweiterung an. Mongolische Truppen beschädigten den Bau während der Invasion des 13. Jahrhunderts, doch die Gemeinde stellte das Innere im 15. Jahrhundert wieder her.
Der Name der Anlage stammt von der Tradition des orthodoxen Fests Mariä Entschlafung, das jedes Jahr im August gefeiert wird. In der Sowjetzeit diente das Gebäude zeitweise als Museum, heute finden an bestimmten Tagen wieder Gottesdienste statt.
Das Gebäude steht mitten im älteren Stadtkern, nur wenige Minuten Fußweg von den benachbarten Kirchen entfernt. Die Öffnungszeiten liegen meist am Nachmittag, und an manchen Tagen schließen die Räume für interne Veranstaltungen.
Andrej Rubljow schuf im Inneren großflächige Wandmalereien, deren erhaltene Teile Szenen aus dem Leben Jesu und den letzten Gerichtstag zeigen. Die meisten dieser Arbeiten stammen aus den Jahren 1408 bis 1410 und gehören zu den ältesten nachweisbaren Werken des Künstlers.
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