Schikotan, Insel im Kurilen-Archipel, Russland
Schikotan ist eine Insel im südlichen Teil der Kurilen mit hügeligem Gelände und einer Küstenlinie von etwa 100 Kilometern. Die höchste Erhebung bildet der Berg Schakotan, während mehrere kleinere Hügel das Innere der Insel prägen.
Die Sowjetunion nahm die Insel im September 1945 ein und führte sie in ihre Verwaltungsstruktur ein. Ein Vorschlag von 1956 sah die Rückkehr an Japan nach einem Friedensvertrag vor, doch die politische Lage blieb ungeklärt.
Der Name Shikotan stammt aus der Ainu-Sprache, verbindet eine Vorsilbe mit ihrem Wort für Dorf und zeigt die indigenen Verbindungen.
Zwei Siedlungen auf der Insel bieten grundlegende Einrichtungen, darunter Anlegestellen und Lagerhäuser für die Fischereiindustrie. Der Zugang erfolgt meist per Schiff oder kleinem Flugzeug, abhängig von Wetter und Seegang.
Das Erdbeben und der Tsunami von 1994 veränderten die Küste, und seither sind neue Buchten und Klippen sichtbar. Alte Panzerwracks aus den 1950er Jahren stehen noch an einigen Küstenabschnitten als Erinnerung an militärische Präsenz.
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