Butowo, Massenhinrichtungsstätte in Moskauer Region, Russland
Butowo ist ein Hinrichtungsort mit Massengräbern im Moskauer Gebiet, auf sechs Acres Land verteilt, wo sterbliche Überreste aus der stalinistischen Ära liegen. Dreizehn separate Grabstätten kennzeichnen das Gelände, umgeben von einem Gedenkpark und einer kleinen Kapelle für stille Andacht.
Sowjetische Sicherheitskräfte führten hier zwischen August 1937 und Oktober 1938 mehr als 20.000 Hinrichtungen durch. Die Tötungen folgten einer Welle politischer Säuberungen während der großen Terrorzeit.
Die russisch-orthodoxe Kirche übernahm das Gelände im Jahr 1995 und errichtete die Neumärtyrerkirche mit einer Gedenkanlage. Die Kirche bewahrt die Namen der Opfer in Namensbüchern auf und hält regelmäßige Gottesdienste für deren Andenken ab.
Das Museum zeigt NKVD-Fotografien und persönliche Gegenstände der Opfer sowie acht Bände mit deren dokumentierten Namen. Besucher sollten sich auf ruhige Wege durch das Gelände einstellen, wo Informationstafeln die Geschichte des Ortes erklären.
Nach dem Krieg pflanzten Behörden Apfelbäume über die Gräber, und Anwohner bemerkten, dass die Früchte dort ungewöhnlich groß wuchsen. Die Obstgärten blieben jahrzehntelang bestehen, bevor das Gelände als Gedenkstätte freigegeben wurde.
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