Peredelkino, Schriftstellersiedlung nahe Moskau, Russland
Peredelkino ist eine Siedlung bei Moskau in Russland, die sich über bewaldetes Gelände mit hölzernen Datschen, traditionellen russischen Landhäusern und Gartengrundstücken erstreckt. Die meisten Häuser stehen einzeln zwischen Kiefern und Birken, und schmale unbefestigte Wege verbinden die verschiedenen Grundstücke miteinander.
Die Siedlung entstand 1933, als die sowjetische Regierung Land zuteilte und fünfzig hölzerne zweistöckige Häuser speziell für Mitglieder des Schriftstellerverbands errichten ließ. Nach dem Zweiten Weltkrieg folgten weitere Bauphasen, die Peredelkino zu einem dauerhaften Zentrum des literarischen Lebens in der Sowjetunion machten.
Der Friedhof bewahrt die Ruhestätten vieler russischer Schriftstellerinnen und Schriftsteller, darunter Boris Pasternak, der hier zwischen 1936 und 1960 lebte. Viele Besuchende legen heute noch Blumen an seinem Grab ab und wandern durch die von Birken gesäumten Wege zwischen den schlichten Grabsteinen.
Zwei Bahnhöfe, Peredelkino und Michurinetz, verbinden die Siedlung durch regelmäßige Zugverbindungen während des Tages mit dem Zentrum von Moskau. Besucher sollten bequeme Schuhe tragen, da viele Wege unbefestigt sind und sich die Gegend am besten zu Fuß erkunden lässt.
Der Patriarch der Russisch-Orthodoxen Kirche unterhält eine Sommerresidenz innerhalb von Peredelkino, was dieser literarischen Siedlung zusätzliche religiöse Bedeutung verleiht. Seine Anwesenheit zieht regelmäßig Gläubige und Pilger an, die neben den literarischen Stätten auch die nahegelegene Holzkirche besuchen.
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