Menschikow-Palais, Barockpalast an der Universitätspromenade, Sankt Petersburg, Russland.
Der Menschikow-Palast ist ein dreistöckiges Barockgebäude an der Universitetskaja-Uferstraße im Wassiljeostrow-Bezirk von Sankt Petersburg in Russland, das als Museum für Kunst und Wohnkultur dient. Die Anlage erstreckt sich über mehrere miteinander verbundene Flügel mit Blick auf die Newa und zeigt einen Mittelrisalit mit Pilastern und großen Fenstern.
Fürst Alexander Menschikow ließ den Palast ab 1710 als seine Residenz errichten, kurz nachdem Peter I. begonnen hatte, Sankt Petersburg zu gründen. Nach dem Sturz des Fürsten und seiner Verbannung nach Sibirien im Jahr 1727 ging das Gebäude an den Staat über und wurde später dem Kadettenkorps übergeben.
Besucher können heute durch Räume gehen, die mit Fliesen aus Delft und italienischem Marmor verkleidet sind und zeigen, wie wohlhabende Russen damals westeuropäische Stile übernahmen. Der Name erinnert an den Favoriten Peters des Großen, dessen Wappen noch an mehreren Innenwänden zu sehen ist.
Besucher sollten warme Kleidung mitbringen, da die Innentemperaturen in den Wintermonaten niedriger gehalten werden, um die historischen Materialien zu schützen. Führungen werden in mehreren Sprachen angeboten und helfen, die Raumaufteilung und die Bedeutung der einzelnen Säle besser zu verstehen.
Das Gebäude war das erste aus Stein errichtete Haus der Stadt und diente anfangs als inoffizielles Zentrum des gesellschaftlichen Lebens, wo Peter I. oft Empfänge abhielt. Im zweiten Stock befinden sich noch heute originale Parkettböden aus verleimten Holzlamellen aus den 1710er Jahren.
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