Sackheim, Mittelalterliches Viertel in Kaliningrad, Russland
Sackheim ist ein östliches Viertel mit dem erhaltenen Sackheim-Tor, das an der Kreuzung der Moskowskij-Prospekt und der Litauischen Mauer steht. Das Gebiet beherbergt auch ein Zentrum für Normung und Metrologie mit Laboren und einer Sammlung alter Messinstrumente.
Das Viertel entstand zunächst als preußische Bauernsiedelung vor 1255 und entwickelte sich später zu einer Vorstadt der Königsberger Burg. Im Jahr 1578 erhielt es seinen eigenen Gerichtssiegei und wuchs zu einer eigenständigen Siedlung heran.
Das Viertel war ein Ort verschiedener Glaubensgemeinschaften, wo lutherische, katholische und litauische Kirchen nebeneinander standen und die Bevölkerung widerspiegelten. Besucher können heute noch die Spuren dieser religiösen Vielfalt in den erhaltenen Baustrukturen erkennen.
Der Ort lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die wichtigsten Punkte wie das Tor und das Museumszentrum relativ nah beieinander liegen. Es ist hilfreich, sich auf die östlichen Straßen zu konzentrieren, um die Hauptsehenswürdigkeiten nicht zu verfehlen.
Das Wappen des Viertels zeigte das Lamm Gottes mit einer roten Fahne auf grünem Grund und war ein Symbol seiner Unabhängigkeit. Dieses Siegel unterschied es deutlich von anderen Stadtvierteln Königsbergs und spiegelte seine besondere rechtliche Stellung wider.
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