Matua, Vulkaninsel der Kurilen, Russland.
Matua ist eine Vulkaninsel in der Kurilen-Kette und wird von dem Sarychev-Peak geprägt, dessen Gipfel etwa 1.500 Meter hoch ist und zu den aktivsten Vulkanen der Region zählt. Die Insel erstreckt sich über etwa 52 Quadratkilometer und ist von dichtem Wald und steilen Hängen bedeckt.
Die Insel wurde während des Zweiten Weltkriegs von Japan militärisch genutzt, wobei ein Flugplatz mit beheizten Landebahnen errichtet wurde, der mehr als 3.000 Personen beherbergte. Später übernahmen russische Streitkräfte die Insel und stationierten dort moderne Verteidigungssysteme.
Der Name Matua stammt aus der Ainu-Sprache und bezeichnet einen Ort, an dem indigene Gemeinschaften jagten und fischten.
Die Insel wird häufig von starken Winden, dichtem Nebel und heftigem Regen heimgesucht, was Besuche üblicherweise schwierig macht. Der Zugang beschränkt sich hauptsächlich auf wissenschaftliche Expeditionen und ist stark von den Wetterbedingungen abhängig.
Satellitenaufnahmen zeigen eine etwa 1.400 Meter lange Landebahn und russische Militärinstallationen, die seit 2016 dort vorhanden sind. Diese Infrastruktur ist vielen Besuchern unbekannt, obwohl sie ein faszinierendes Kapitel der modernen Inselgeschichte darstellt.
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