Große Choral-Synagoge, Synagoge in Sankt Petersburg, Russland
Die Große Chorsynagoge ist ein Gotteshaus mit neo-mudéjarischer Architektur in Sankt Petersburg, das mit maurischen Stilmerkmalen und ornamentalen Dekoration gebaut wurde. Das Hauptgebäude beeindruckt durch seinen großzügigen Innenraum mit einer Galerie für Frauen und verfügt über dekorative Details, die den nordafrikanischen und spanischen Einfluss widerspiegeln.
Das Gebäude entststand nach einer kaiserlichen Genehmigung im Jahr 1869 und wurde schrittweise in den folgenden Jahrzehnten realisiert. Die offizielle Weihung fand 1893 statt und markierte den Abschluss dieses Großprojekts für die wachsende jüdische Gemeinde der Stadt.
Die Synagoge ist seit ihrer Gründung das spirituelle Zentrum der jüdischen Gemeinde von Sankt Petersburg und prägt bis heute das religiöse Leben im Stadtteil. Besucher können hier beobachten, wie Gläubige traditionelle jüdische Rituale praktizieren und die Räume für Gemeinschaftstreffen nutzen.
Der Besuch ist tagsüber möglich und das Gebäude lässt sich von außen erkunden, um die architektonischen Details zu bewundern. Für einen genauen Einblick in das Innere sollte man sich vorab informieren, da manche Bereiche für Besucher eingeschränkt erreichbar sein können.
Während des Ersten Weltkriegs wurde das Gebäude kreativ umfunktioniert und diente als Krankenstation mit etwa 100 Betten. Die Anlage pflegte damals Soldaten verschiedener Glaubensrichtungen, was zeigt, wie die Gemeinde sich öffnete, um in schwierigen Zeiten zu helfen.
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