Keramik aus Gschel, Russische Volkskunstkeramik im Bezirk Ramensky, Russland
Gschel-Keramik ist ein russisches Volkskunsthandwerk im Bezirk Ramenski, bei dem Porzellan mit weißem Grund und kobaltblauen Blumenmustern sowie geometrischen Ornamenten verziert wird. Die Werkstätten stellen Teegeschirr, Teller, Vasen und Zierstücke her, die in Läden vor Ort erhältlich sind.
Die Töpferei begann in der Region Anfang des 18. Jahrhunderts, nachdem Handwerker hochwertige weiße Tonvorkommen entdeckt hatten. Die Werkstätten lieferten zunächst einfache Gefäße und entwickelten später die charakteristischen blauen Malereien, die bis heute verwendet werden.
Der Name Gschel leitet sich von der gleichnamigen Siedlung ab, die jahrhundertelang Keramikwerkstätten beherbergte und heute für ihre blau-weißen Muster bekannt ist. Besucher können in Museen und Verkaufsräumen nachvollziehen, wie Handwerker Pinselstriche verwenden, um Blumen und Ranken auf jedes Gefäß zu malen.
Mehrere Werkstätten im Bezirk Ramenski bieten Führungen an, bei denen man Malern bei der Arbeit zusehen kann. Einige Betriebe erlauben Besuchern, unter Anleitung selbst Pinselstriche auf Rohlingen auszuprobieren.
Die staatliche Kunstgewerbefachschule Gschel bildet seit über 70 Jahren junge Keramiker in den klassischen Maltechniken aus. Absolventen der Schule werden oft in den Werkstätten der Region eingestellt und führen die Tradition fort.
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