Tragödie von Nasino, Zwangsarbeitslager auf der Insel Nazino, Russland.
Nasino-Affäre bezeichnet ein Arbeitslager, das 1933 auf einer kleinen unbewohnten Flussinsel im Ob errichtet wurde, etwa 800 Kilometer nördlich von Tomsk. Die Insel war damals völlig unerschlossen, ohne Gebäude, Werkzeuge oder Vorräte für die Tausenden Menschen, die dort ankamen.
Anfang Mai 1933 brachten Behörden Gruppen von Deportierten aus Moskau und anderen Städten hierher, als Teil eines Plans zur Besiedlung abgelegener Gebiete. Die meisten Menschen starben innerhalb weniger Wochen nach ihrer Ankunft.
Freigegebene Dokumente von 1988 enthüllten die systematische Misshandlung der Gefangenen, was zu Untersuchungen der Organisation Memorial führte.
Der Ort liegt in einer entlegenen Region und ist heute nicht für Besucher zugänglich. Die Anreise ist schwierig und eine Erkundung der Gegend erfordert behördliche Genehmigungen.
Ein sowjetischer Beamter, der die Insel besuchte, erstellte später einen detaillierten Bericht über die Zustände, der jahrzehntelang unter Verschluss blieb. Dieser Bericht wurde erst in den späten 1980er Jahren der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.