Tschornyje Semli, Naturschutzgebiet in Kalmückien, Russland
Das Chyornye Zemli Naturreservat erstreckt sich über 121.900 Hektar Steppen- und Halbwüstenlandschaften zwischen den Flüssen Kuma und Wolga im kaspischen Tiefland Kalmückiens. Das Gebiet gliedert sich in ein Hauptterritorium zur Erhaltung der Saiga-Antilopen und einen Abschnitt am Manych-Gudilo-See zum Schutz von Wasservögeln.
Das Reservat wurde am 11. Juni 1990 eingerichtet, um Steppenlandschaften und Saiga-Antilopenpopulationen zu schützen und zu erforschen. Im Dezember 1993 erhielt es den Status eines UNESCO-Biosphärenreservats.
Der Begriff Schwarze Erde bezieht sich auf die dunklen Böden, die im Winter selten von Schnee bedeckt werden und daher für Tierherden zugänglich bleiben. Diese Eigenschaft machte die Region über Jahrhunderte hinweg zu einem wichtigen Überwinterungsgebiet für nomadische Hirten.
Das Reservat liegt in einer abgelegenen Gegend mit extremen Wetterbedingungen, daher sollten Besucher sich auf starke Temperaturschwankungen und begrenzte Infrastruktur einstellen. Wer das Gebiet erkunden möchte, benötigt geeignete Ausrüstung und sollte sich im Voraus über Zugangsregelungen informieren.
Das Reservat beherbergt die einzige Forschungsstation Russlands, die sich ausschließlich auf Steppen- und Wüstenökosysteme konzentriert. Die Temperaturen schwanken hier zwischen minus 35 und plus 42 Grad Celsius und bieten Forschern extreme Bedingungen für ihre Studien.
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