Archys, Bergdorf in Karatschai-Tscherkessien, Russland.
Arkhyz ist ein Dorf in der russischen Teilrepublik Karatschai-Tscherkessien, das sich im nördlichen Kaukasus auf einer Höhe von 1470 Metern über dem Meeresspiegel befindet. Das Tal erstreckt sich an der Stelle, wo die Flüsse Arkhyz und Pshish zusammenfließen, umgeben von bewaldeten Hängen und schroffen Gipfeln.
Die heutige Ansiedlung entstand im Jahr 1922 in der Nähe mittelalterlicher Kirchenruinen, die einst zum Zentrum des alten Reiches Alanien gehörten. Mongolische Eroberungszüge im 13. Jahrhundert beendeten diese frühe Phase und hinterließen nur Steinreste als Zeugen der früheren Epoche.
Der Name kommt aus dem kabardinischen Wort für ältesten Bruder und verbindet sich mit dem Tal, in dem Familien seit Generationen leben. Heute sieht man Holzhäuser neben neueren Unterkünften, während Einheimische auf schmalen Wegen zwischen den Gebäuden den Alltag in der Bergwelt gestalten.
Reisende erreichen den Ort über den Flughafen Mineralnye Vody, von dem aus Straßen durch die Berglandschaft führen. Der Weg ins Dorf kann je nach Jahreszeit und Schneelage mehrere Stunden dauern, daher lohnt sich eine vorherige Erkundigung zu den Straßenverhältnissen.
Ein Felsgemälde aus dem 10. Jahrhundert zeigt das Antlitz Christi an einer Klippe und zieht Besucher an, die das religiöse Kunstwerk inmitten der Berge suchen. Etwas entfernt befindet sich ein ehemaliges sowjetisches Observatorium mit Teleskopen, das einst zur Erforschung des Nachthimmels diente.
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