Kamani Church, Mittelalterliches Kloster in Kamani, Georgien
Die Kamani-Kirche ist ein mittelalterliches Steingebäude nördlich von Sukhumi an der Ostküste des Schwarzen Meeres. Das Bauwerk folgt einer Hallenkirchenarchitektur und verzichtet auf ausgeprägte Apsidenelemente.
Die ursprüngliche mittelalterliche Kirche stand bis in die 1880er Jahre, als unter russischer Herrschaft ein christliches Kloster gegründet wurde. Nach der sowjetischen Zeit verfielen die Gebäude zunehmend.
Das Heiligtum ist mit dem Namen des heiligen Johannes Chrysostomus verbunden, der einer lokalen Überlieferung zufolge nach seiner Vertreibung aus Konstantinopel hier Zuflucht fand. Die Pilger und Gläubigen, die heute hierher kommen, verehren ihn als einen bedeutenden Schutzpatron der Gegend.
Das Kloster untersteht der Jurisdiktion der Abchasischen Orthodoxen Kirche und der Zugang hängt von den aktuellen regionalen Bedingungen ab. Besucher sollten sich vorher über die lokale Lage informieren und vor Ort respektvolles Verhalten zeigen.
Der Ort war Schauplatz des Kamani-Zwischenfalls von 1993, als zwei orthodoxe Priester, Vater Yuri Anua und Vater Andria Kurashvili, während des georgisch-abchasischen Konflikts ihr Leben verloren. Dieses Ereignis hinterließ tiefe Narben in der Geschichte der Gemeinde.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.