Große Abchasische Mauer, Archäologische Befestigung in Abchasien, Georgien.
Die Kelasuri-Mauer ist eine antike Befestigungsanlage, die sich über etwa 160 Kilometer von der Schwarzmeerküste ins Innere Abchasiens erstreckt und von etwa 300 rechteckigen Wehrtürmen geprägt wird. Die Struktur nutzt die hügelige Topografie geschickt und verbindet natürliche Barrieren mit architektonischen Elementen zu einem durchgehenden Verteidigungssystem.
Der Bau begann im 4. Jahrhundert und wurde über mehr als ein Jahrtausend hinweg fortgesetzt, mit bedeutenden Ausbauphasen unter dem byzantinischen Kaiser Justinian. Die Fertigstellung unter Levan II. Dadiani im 17. Jahrhundert markierte das Ende einer langen Entwicklung, die den politischen Wechsel in der Region widerspiegelte.
Die Mauer prägt bis heute das Landschaftsbild Abchasiens und zeigt, wie Verteidigungsstrukturen in die natürliche Umgebung eingebettet wurden. Besucher können erkennen, wie die Türme mit Hügeln und Flussläufen verschmelzen und so ein System bildeten, das die Kontrolle über die Bergpässe ermöglichte.
Etwa 100 Türme bleiben in begehbarem Zustand erhalten, hauptsächlich in den ersten 60 Kilometern, während weiter entfernte Abschnitte stark verfallen sind. Es ist ratsam, sich auf die zugänglicheren westlichen Bereiche zu konzentrieren und festes Schuhwerk mitzubringen, da das Gelände steil und uneben ist.
Jede Wehr ist 8 bis 12 Meter hoch und enthält drei Reihen von Schießscharten, die strategisch mit natürlichen Landschaftsmerkmalen verbunden sind. Diese durchdachte Gestaltung ermöglichte es kleinen Besatzungen, große Bereiche zu überwachen und Eindringlinge auf engen Bergpässen zu kontrollieren.
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