Upper Volga Reservoir, Stausee in Russland
Der Obere-Wolga-Stausee ist ein Stausee am Oberlauf der Wolga in der Region Twer, im nordwestlichen Russland, auf dem Waldai-Hochland gelegen. Er entstand durch eine Stauanlage, die mehrere natürliche Seen miteinander verbindet und das Flusssystem reguliert.
Die erste Stauanlage wurde 1843 errichtet, um den Wasserstand der vorgelagerten Seen anzuheben und die Schifffahrt auf der Wolga zu verbessern. Im Oktober 1941 sprengten sowjetische Ingenieure die Anlage, um den Vormarsch deutscher Truppen zu behindern, und nach dem Krieg wurde sie wieder aufgebaut.
Die umliegenden Dörfer am Stausee leben seit Generationen vom Fischfang und nutzen das Wasser als tägliche Verkehrsader. Wer die Gegend besucht, bemerkt kleine Boote, Fischernetze und einen ruhigen Alltagsrhythmus, der eng mit dem Wasser verbunden ist.
Im Winter friert der Stausee über mehrere Monate zu, was den Zugang zum Wasser stark einschränkt. In den wärmeren Monaten ist das Ufer an mehreren Stellen gut erreichbar und eignet sich für Angeln und Bootsfahrten.
Der Stausee ist eine der wenigen Stauanlagen der Welt, die im Krieg absichtlich gesprengt und danach vollständig wieder aufgebaut wurden. Nach der Rekonstruktion wurde der Wasserstand sogar höher gehalten als vor der Zerstörung.
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