Vladivostok Fortress, Militärfestungsmuseum in Wladiwostok, Russland
Die Festung Wladiwostok ist ein Museumskomplex im Stadtbezirk Wladiwostok in Russland, der sich über mehrere Hügel nahe der Pazifikküste erstreckt. Die Anlage umfasst Bunkersysteme, Wachtürme, befestigte Unterkünfte und Geschützstellungen, die durch ein weitläufiges Tunnelnetz miteinander verbunden sind.
Ingenieure und Soldaten errichteten die Festung zwischen 1889 und 1914, um den Marinestützpunkt gegen Angriffe vom Meer oder vom Land her zu schützen. Nach dem Russisch-Japanischen Krieg wurden die Pläne überarbeitet und die Verteidigungslinien erheblich verstärkt.
Der Name leitet sich von den slawischen Wörtern für ‚Herrsche über den Osten' ab, und die Anlage verdeutlicht die militärische Bedeutung der Region im frühen 20. Jahrhundert. Heute besichtigen Besucher Ausstellungen zu Geschützen, Nachrichtensystemen und dem Alltag der Soldaten in dieser entlegenen Garnison.
Der Eintritt erfolgt über geführte Rundgänge, die durch restaurierte Gebäude, unterirdische Gänge und Geschützstellungen führen und bei jedem Wetter möglich sind. Die Wege sind teilweise steil und uneben, daher sind festes Schuhwerk und warme Kleidung für die kühlen Tunnel empfehlenswert.
Beim Bau wurden erstmals Seilbahnen eingesetzt, um Material über das bergige Gelände zu transportieren und so die aufwendigen Arbeiten zu beschleunigen. Diese Technik war damals für Festungsbauten ungewöhnlich und zeigte, wie Ingenieure auf die schwierige Geografie reagierten.
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