Zhiguli Nature Reserve, Naturschutzgebiet im Bezirk Stavropolsky, Russland
Das Schiguli-Naturreservat liegt in der Wolgaschleife und erstreckt sich über mehr als 23.000 Hektar bewaldete Hügel und Berghänge, wobei die höchsten Gipfel rund 370 Meter erreichen. Mischwälder aus Eichen, Linden und Kiefern bedecken die Täler und Kämme, durchzogen von schmalen Pfaden und Bachläufen, die sich durch das Gelände schlängeln.
Das Schutzgebiet wurde 1927 als Mittelwolga-Reservat gegründet, um die Wälder und Berge in der Wolgaschleife vor industriellem Abbau zu bewahren. In den 1960er Jahren erhielt es den Namen des Naturforschers Iwan Sprygin, der seine Karriere dem Studium der Wolgaflora gewidmet hatte.
Der Name leitet sich von den Schigulibergen ab, die über jahrhundertelange Legenden und lokale Erzählungen mit dem Leben an der Wolga verwoben sind. Wanderer begegnen heute auf den Pfaden kleinen orthodoxen Kapellen und Gedenksteinen, die Einblicke in die spirituelle Tradition der Region geben.
Besucher können zwei markierte Routen nutzen: der Pfad zum Berg Strelnaja und der Weg zur Kamennaja Chascha, wobei die Gebühren je nach Länge und Saison zwischen 50 und 500 Rubel liegen. Die Hauptzeit für Wanderungen ist von Mai bis Oktober, wenn die Wege trocken und die Vegetation üppig ist.
Botaniker haben hier mehr als 1.000 Pflanzenarten erfasst, darunter 30, die nur in diesem Wolgaabschnitt gedeihen, und 50 Relikte aus vergangenen Eiszeiten. Diese Artenvielfalt macht das Gebiet zu einem lebenden Archiv pflanzlicher Entwicklung, das Wissenschaftler seit Jahrzehnten anzieht.
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