Kostyonki–Borshchyovo archaeological complex, Paläolithischer Archäologiekomplex im Bezirk Khokholsky, Russland.
Das Kostyonki-Borshchyovo-Areal erstreckt sich entlang der Ufer des Flusses Don und enthält Überreste von mehr als 60 verschiedenen Siedlungen aus der Altsteinzeit. Die Stätten zeigen Wohnbauten aus Mammutknochens und liegen verteilt über ein großes Gebiet, das Archäologen immer noch erforschen.
Die wissenschaftliche Erforschung begann 1879 und enthüllte Behausungen aus Mammutknochens, die zwischen 45 000 und 15 000 Jahren alt sind. Diese Funde belegen eine der ältesten bekannten menschlichen Besiedlungen in Europa und zeigen, dass Menschen diese Region weit früher besiedelt haben als bisher vermutet.
Die Funde zeigen Werkzeuge, Schmuck und kleine geschnitzte Figuren, die Menschen vor tausenden von Jahren hergestellt haben. Diese Objekte erzählen von ihrem alltäglichen Leben und ihren künstlerischen Fähigkeiten in dieser frühen Zeit.
Das Museum ist direkt über einer antiken Wohnstätte errichtet und ermöglicht es Besuchern, die ursprünglichen archäologischen Schichten vor Ort zu sehen. Der Zugang zu den verschiedenen Ausgrabungsstellen erfordert Zeit für Erkundungen, da sie über ein großes Gebiet verteilt sind.
Die genaue Datierung dieser Siedlungen widerlegt frühere Annahmen und zeigt, dass moderne Menschen hier lebten, bevor sie sich in anderen Teilen Europas niederließen. Dies macht die Stätte zu einer der frühesten bekannten Nachweise menschlicher Präsenz auf dem Kontinent.
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