Podmoskovnyy Basseyn, Kohlebecken in Zentralrussland.
Das Podmoskovnyy Basseyn ist ein Kohlebecken, das sich über acht Regionen in Zentralrussland erstreckt und Gebiete wie Leningrad, Nowgorod, Twer, Smolensk, Moskau, Kaluga, Tula und Rjasan umfasst. Die Lagerstätten enthalten schätzungsweise 11,8 Milliarden Tonnen Kohle, von denen etwa 5,3 Milliarden Tonnen durch Erkundungen nachgewiesen wurden.
Die Kohlevorkommen wurden 1722 erstmals entdeckt, wobei der regelmäßige Abbau 1855 in der Nähe des Dorfes Malevka in der Gouvernement Tula begann. Nach mehr als anderthalb Jahrhunderten Förderung endeten die Untertagebauarbeiten 2009 mit der Flutung der letzten aktiven Grube.
Der Bergbau in diesem Becken prägte die Entwicklung zahlreicher Siedlungen und gab der Region eine starke industrielle Identität. Die Ortsansässigen kennen diese Geschichte aus ihrem Alltag und in den Landschaften um die alten Gruben.
Das Becken liegt in Zentralrussland und erstreckt sich über ein breites geografisches Gebiet, was es zu einem großen Untersuchungsgebiet macht. Besucher sollten beachten, dass das Gelände überwiegend flach ist und viele Orte mit Bergbauspuren zu erreichen sind, ohne dass spezielles Gelände erforderlich ist.
Die letzte Grube, Podmoskovnaya, war mit dem Flutungsprozess einer der letzten Bergbaubetriebe in Osteuropa, der das Ende einer Ära markierte. Das Gelände heute zeigt wenig offensichtliche Überreste, weshalb die industrielle Vergangenheit leicht übersehen wird, obwohl sie überall in den Siedlungsmustern sichtbar ist.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.