Traktornaya Street, Regionale Kulturerbestraße im Kirovsky-Bezirk, Sankt Petersburg, Russland.
Die Traktornaya Street ist eine kurze Wohnstraße im Kirowski-Bezirk von Sankt Petersburg, gesäumt von niedrigen Backsteinblöcken mit geometrischen Fassadendetails und Halbbögen. Die Gebäude sind um offene Innenhöfe angeordnet, die den Bewohnern als gemeinsamer Außenbereich dienen.
Die Straße wurde 1925 als erstes öffentliches Wohnbauprojekt der Sowjetunion angelegt und vom Architekten Alexander Gegello für die Arbeiter der Putilow-Fabrik entworfen. Der Bau zog sich bis 1927 hin und legte den Grundstein für das größere Narvskaja-Zastawa-Ensemble, das in den frühen 1930er Jahren fertiggestellt wurde.
Die Fassaden der Häuser sind in blassen Rosa- und Orangetönen gehalten, was für sowjetische Bauten dieser Zeit ungewöhnlich war. Wer durch die Höfe geht, bemerkt, wie die offenen Gemeinschaftsflächen zwischen den Gebäuden noch heute als Treffpunkte genutzt werden.
Der einfachste Zugang erfolgt vom Prospekt Stachek aus, und die Eingänge bei den Gebäuden Nummer 6 und 12 führen direkt in die offenen Höfe. Ein gemütlicher Spaziergang durch den gesamten Komplex dauert nur wenige Minuten und ermöglicht es, die Fassadendetails aus der Nähe zu betrachten.
Die Straße trägt ihren Namen nach den Traktoren, die in der nahe gelegenen Putilow-Fabrik hergestellt wurden, und nicht nach einem historischen Ereignis oder einer Person, was für Sankt Petersburger Straßen eher ungewöhnlich ist. Der Name erinnert noch heute daran, dass dieser Stadtteil von Anfang an als Wohngebiet für Fabrikarbeiter geplant wurde.
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