Church of Dormition of the Theotokos at Petushki, Orthodoxer Tempel in Petushki, Russland.
Die Kirche der Entschlafung der Gottesmutter in Petuschki ist eine dreiteilige Steinkirche im russischen Stil des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Forscher ordnen sie dem retrospektiven Stil zu, einer seltenen Spielart der späten Moderne in der Oblast Wladimir. Ihre geschnitzte Eichenikonostase zeigt goldene Ikonen auf dunklem Grund, und die Bronzearbeiten wie das Solea-Gitter und die Leuchter greifen frühchristliche Motive auf.
Der Moskauer Industrielle Iwan Pawlowitsch Kusnezow begann im September 1904 auf eigene Kosten mit dem Bau der steinernen Kirche an der Stätte namens Popowka, wo zuvor ein Holzkreuz stand. Geweiht wurde sie am 18. und 19. Juli 1910, als Petuschki den Status eines Dorfes erhielt; Erzbischof Nikolai von Wladimir und Susdal weihte den Hauptaltar. Pjotr Grigorjewitsch Pokrowski war bis zu seinem Tod 1954 erster Rektor, und in sowjetischer Zeit blieb die Kirche geöffnet.
Der Name der Kirche leitet sich von der Entschlafung der Gottesmutter ab, die am 28. August gefeiert wird. Die Seitenaltäre sind dem heiligen Nikolaus (links) und dem heiligen Johannes dem Theologen (rechts) geweiht, beide am 19. Juli 1910 konsekriert. Viele liturgische Geräte tragen die vom Stifter Iwan Kusnezow in Auftrag gegebene Inschrift: „Für das Heil von Johannes und Natalia mit ihren Kindern“.
Die Kirche steht an dem Ort namens Popowka, wo vor Baubeginn im September 1904 ein Holzkreuz den Platz markierte. Das Gebäude ist ein dreiteiliger Bau im russischen Stil; über dem Eingang steht die Inschrift „Der Glaube ohne Werke ist tot“. Die Kirche war nie geschlossen, die Gottesdienste finden seit der Weihe 1910 statt.
Die Kirche gehört zum seltenen „Retroszientismus“, einer Spielart der späten Moderne, die Forscher unter den Denkmälern der Oblast Wladimir hervorheben. Ihr dreiteiliger Grundriss im russischen Stil des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts hat in der Region kaum ein Gegenstück. Die meisten liturgischen Geräte stammen aus der Moskauer Werkstatt P. I. Olowjanischnikows, die damals als beste Russlands galt.
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