Chokurcha, Paläolithische Höhle in Simferopol, Russland.
Chokurcha ist eine Grotte am linken felsigen Ufer des Maly Salgir in Simferopol, mit Nordausrichtung. Ihre Öffnung ist bis zu 7 m breit und 5 m tief; sie ist der Rest einer einst etwa 15 m langen Höhle, deren vorderer Teil einstürzte. Ein türkisfarbener Metallzaun mit spitzen Stäben versperrt den Eingang.
Die Höhle wurde von Neandertalern während der Mittelsteinzeit als Unterstand genutzt, wo sie jahreszeitlich Station machten. Archäologische Arbeiten zeigen, dass dieser Ort über einen langen Zeitraum hinweg von verschiedenen Menschengruppen aufgesucht wurde.
Der Name stammt vom krimtatarischen Dorf Çuqurça, von çuqur, „Grube“; das Dorf heißt heute Luhove. Vom Mittelalter bis in die Neuzeit hielten Anwohner Vieh in den Grotten über dem Malyi Salgir. Unter Ruß waren in das Gewölbe eine Sonne mit Strahlen von etwa 0,5 m, ein Mammut und ein Fisch von je etwa 0,5 m geschlagen.
Die Grotte liegt am linken felsigen Ufer des Maly Salgir an der Lugowaja-Straße; der Zugang führt über das Gelände des Bezirkskrankenhauses von Simferopol und die Brücke über den Fluss. Der Eingang ist nach Norden gerichtet. 2008 ließ die Stadtverwaltung die Grotte einzäunen, und ein Metallgitter mit spitzen Stäben versperrt die Öffnung.
Die Analyse des Zahnverschleisses bei Tierknochen aus der Höhle offenbart spezifische Informationen über die Ernährungsgewohnheiten von Huftieren in der Region. Diese Erkenntnisse helfen Forschern zu verstehen, welche Tiere die damaligen Menschen jagten und wie sich das Ökosystem damals gestaltet hat.
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