Moscow–Kashira HVDC transmission system, Hochspannungs-Gleichstromleitung nahe Moskau, Russland
Das Moscow-Kashira-System ist eine Hochspannungsgleichstromleitung, die sich über 125 Kilometer zwischen Moskau und Kashira erstreckt. Sie nutzt unterirdische Kabel und Freileitungen zur Stromverteilung in der Region.
Die Anlage wurde 1951 mit Quecksilberdampfventilen vom Berliner Elbe-Projekt der Nachkriegszeit in Betrieb genommen. Sie war das erste elektronische Hochspannungsgleichstromsystem, das tatsächlich funktionierte.
Die Entwicklung dieser Stromleitung spiegelt die sowjetischen Ingenieursfähigkeiten der Nachkriegszeit in der Energieübertragung wider.
Die Anlage funktioniert mit einer Nennleistung von 30 MW und kann als Bipol mit ±100 kV oder als Monopol mit Erdleiterückleitung bei 200 kV arbeiten. Die Konfiguration ermöglicht flexible Betriebsmöglichkeiten je nach Anforderungen.
1969 installierten sowjetische Ingenieure den ersten im Land hergestellten Thyristor-Ventil im Umrichtersystem der Leitung. Diese technologische Errungenschaft zeigte die wachsende Unabhängigkeit der sowjetischen Elektronikentwicklung.
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