Karasan, Regionale Kulturerbestätte in Partenit, Russland.
Karasan ist der Raevski-Palast, 1885–1887 vom Architekten Karl Eschlimann im neomaurischen Stil an Stelle des alten Gutshauses errichtet. Die Nordfassade hat einen vorspringenden Risalit mit Portal und facettierten Säulen, die Westfassade einen Holzbalkon mit schrägen Gittern nach dem Vorbild des Khanpalastes von Bachtschyssaraj. Im Osten verbindet ein facettierter Turm mit Kuppel eine Galerie mit sechzehn maurischen Fenstern; die Südseite zum Meer trägt geschnitzte Holzbalkone.
General Borozdin gründete das Anwesen 1820 und arbeitete mit Direktoren des Botanischen Gartens Nikita und des Botanischen Gartens Sankt Petersburg an der Gestaltung des Parks zusammen. Seit 1924 betreibt ein Sanatorium die Anlage und hat sie als medizinische Einrichtung genutzt.
Der Name des Guts stammt aus dem Krimtatarischen Qara Asan, nach der Familie Karasan; eine andere Deutung führt ihn auf das persische Chorasan zurück, „Osten, Sonnenaufgang“. Der hölzerne Balkon mit schrägen Gittern an der Westfassade folgt dem Khanpalast von Bachtschissarai, während die Südfassade zum Park geschnitzte Holzbalkone mit Bögen und durchbrochenen Zierbrettern trägt.
Das Gelände liegt direkt an der Küste und ist daher bei gutem Wetter leicht zugänglich. Die weite Parkanlage ermöglicht ausgiebige Spaziergänge und lädt zum Erkunden der verschiedenen Bereiche ein.
Das älteste Element des Parks ist ein Hain aus Mittelmeer-Kiefern (Pinus pinea), der als größter an der Schwarzmeerküste gilt; die Pflanzungen begannen 1820 unter dem Gärtner E. Ju. Libo nach Ratschlägen von Nikolai Hartwiss, Direktor des Botanischen Gartens von Nikita, und Fjodor von Fischer aus Sankt Petersburg.
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