Bip Fortress, Militärfestung in Pavlovsk, Russland
Die Bip-Festung ist eine Befestigungsanlage aus dem späten 18. Jahrhundert, die sich im Marienthal-Park befindet und militärische Architekturelemente sowie Verteidigungsstrukturen aus der Zeit des Russischen Reiches aufweist. Die Struktur zeigt typische Merkmale einer Festung mit Befestigungswällen, Bastionen und anderen Elementen, die zum Schutz dienten.
Kaiser Paul I. beauftragte den Architekten V. F. Brenna, die Festung zwischen 1795 und 1797 auf dem Gelände ehemaliger schwedischer Befestigungen zu errichten. Diese Errichtung folgte aufeinanderfolgenden europäischen Konflikten und war Teil der russischen Militärstrategie zur Verteidigung der Region.
Die Festung wurde im Laufe der Zeit für verschiedene Zwecke genutzt und diente nacheinander als Militärgarnison, Schule für gehörlose Kinder, Reiterklinik und heute als Hotel. Diese vielfältigen Funktionen haben das Aussehen und die Nutzung des Ortes bis heute geprägt.
Besucher können die Festung erreichen, indem sie den gekennzeichneten Wegen durch den Marienthal-Park folgen. Die Anlage liegt relativ zentral im Park und ist vom Eingang aus in angemessener Wanderzeit erreichbar.
Die Festung war bekannt für ihre strikten militärischen Protokolle, darunter tägliche Kanonenschüsse zur Mittagszeit und das Hochziehen der Zugbrücke bei Sonnenuntergang unter der Aufsicht von Kommandant Arakcheev. Diese Routinen spiegeln die strenge militärische Disziplin wider, die den Betrieb der Anlage prägte.
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