Donskoy crematorium, Historisches Krematorium im Donskoy Bezirk, Russland
Donskoy Krematorium ist ein historisches Gebäude im Donskoi-Bezirk in Russland, das innerhalb des Areals des Neuen Donskoi-Friedhofs steht. Die Ziegelkonstruktion zeigt symmetrisch angeordnete Räume mit funktionalen Einrichtungen für Einäscherungen und separaten Bereichen für Zeremonien.
Das Krematorium nahm 1927 als erstes sowjetisches seiner Art den Betrieb auf und schloss erst 1992 seine Türen. Während der politischen Säuberungen wurden hier zahlreiche Opfer verbrannt, darunter bekannte Militärführer der Ära.
Nach der Umwidmung von einer Kirche zu einem sowjetischen Krematorium änderte sich die Nutzung des Gebäudes vollständig und spiegelt heute den radikalen gesellschaftlichen Wandel jener Zeit wider. Besucher können die Architektur betrachten, die beide Funktionen in sich trägt, und dadurch die Kontraste zwischen religiösem und staatlichem Zweck nachvollziehen.
Das Gelände liegt innerhalb eines Friedhofskomplexes und lässt sich über die Hauptwege erreichen, die durch die Gräberfelder führen. Wer hierher kommt, sollte Zeit für einen ruhigen Gang mitbringen und sich der ernsten Bedeutung des Ortes bewusst sein.
Zwischen 1934 und 1952 wurden hier die sterblichen Überreste Tausender Hingerichteter verbrannt, darunter hochrangige Offiziere wie Michail Tuchatschewski und Wassili Bljucher. Die Asche vieler dieser Opfer wurde danach an unbekannten Stellen verstreut, so dass Angehörige lange keine Grabstätte hatten.
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