Тихвинский музей, Regionalmuseum in Tikhvin, Russland
Das Tichwiner Museum nutzt die Archimandritenkammern, die Staatszellen und das Korngebäude innerhalb des Bogoroditschny-Uspenski-Klosters von Tichwin. Seine Säle bewahren rund 36.000 Objekte, darunter frühe Ikonen und Handschriftenbücher, eine archäologische Sammlung und Darstellungen zum Leben russischer und wepsischer Bauern.
Das Museum ging aus der am 21. Mai 1913 auf Initiative des Heimatforschers I. P. Mordwinow eröffneten Zweigstelle Tichwin der Nowgoroder Gesellschaft der Altertumsfreunde hervor. Seine erste große Veranstaltung war eine Ausstellung zum 300. Jahrestag des Tichwiner Sieges über die schwedischen Eindringlinge im September 1613. 1917 verstaatlicht, zog es 1919 in die sogenannten Kazjonnyje-Zellen des Bogoroditschny-Klosters; 1941 wurden die Sammlungen verpackt, aber nicht evakuiert, teils geplündert und teils verbrannt. 1959 von Lehrern der Schule Nr. 1 wiederbelebt, kehrte es 1968 in das Kloster zurück.
Das Museum zeigt traditionelle russische Handwerkstechniken, die in der Region noch heute angewandt werden, und präsentiert Werke von lokalen Künstlern, die ihre Verbindung zur Tikhviner Gemeinschaft bewahren.
Das Museum befindet sich in den Gebäuden der Archimandriten-Zellen, der Staatszellen und des Schitny-Korps auf dem Gelände des Bogorodizki-Klosters. Es ist hilfreich, sich vor dem Besuch über die aktuellen Öffnungszeiten zu informieren, da diese saisonal variieren können.
1941, während der deutschen Besatzung, wurden besonders wertvolle Exponate mitgenommen, ihr Verbleib ist bis heute unbekannt; eine Granate beschädigte das Museumsgebäude und ein Brand zerstörte einen Teil der Sammlungen.
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