Tayma, Archäologische Stätte in der Provinz Tabuk, Saudi-Arabien.
Tayma ist ein archäologischer Fundort und eine Oase in der Provinz Tabuk im Nordwesten Saudi-Arabiens, wo Ruinen antiker Siedlungen zwischen Palmengärten am Rand der Nafud-Wüste liegen. Die moderne Stadt bedeckt etwa ein Drittel des Geländes, während freigelegte Mauerreste und Fundamente von Wohnbauten Einblick in frühere Besiedlungsschichten geben.
Der Ort wurde im 1. Jahrtausend vor Christus zu einem wichtigen Handelsknotenpunkt zwischen Mesopotamien und der arabischen Halbinsel. König Nabonid von Babylon residierte dort zwischen 556 und 539 vor Christus und baute die Befestigungen aus, bevor persische Truppen das Gebiet eroberten.
Der Name leitet sich vom arabischen Wort für Wüste ab und kennzeichnet einen der ältesten bewohnten Orte auf der arabischen Halbinsel. Besucher erkennen die Bedeutung des Wassers im Alltag am zentralen Brunnen, um den sich Palmenhaine und Wohnbereiche gruppieren.
Der Zugang zum Gelände erfolgt über die moderne Ortschaft, wobei Teile der antiken Mauern frei zugänglich sind. Frühe Morgenstunden bieten angenehmere Temperaturen für Erkundungen, da die Wüstenumgebung nachmittags sehr heiß wird.
Aramäische Inschriften aus dem 5. Jahrhundert vor Christus nennen lokale Gottheiten und zeigen die religiöse Vielfalt im Dedanitenreich. Der Bir Haddaj Brunnen erhielt 1953 vier elektrische Pumpen von König Saud, um die landwirtschaftliche Nutzung zu modernisieren.
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