Al-Hasa Oase, Kulturlandschaft in Ostprovinz, Saudi-Arabien
Al-Ahsa ist eine Kulturlandschaft in der Ostprovinz Saudi-Arabiens mit etwa 2,5 Millionen Dattelpalmen, die durch natürliche unterirdische Wasserreservoirs und Quellen versorgt werden. Die Oase erstreckt sich über ein großes Gebiet mit zwölf ausgewiesenen Besucherstandorten, darunter die Festung Qasr Ibrahim und die archäologischen Überreste der Jawatha-Moschee.
Die Region wurde im 9. Jahrhundert unter der Herrschaft der Qarmaten als unabhängiger Staat anerkannt und erreichte damals eine Bevölkerung von etwa 100.000 Einwohnern. Die unterirdischen Wassersysteme und Bewässerungskanäle, die heute noch in Betrieb sind, wurden über Jahrhunderte hinweg entwickelt und verfeinert.
Lokale Handwerker stellen hier das traditionelle Bischt her, einen zeremoniellen Umhang, der von Männern auf der gesamten Arabischen Halbinsel getragen wird. Die Werkstätten liegen zwischen den Dattelhainen und Bewässerungskanälen, wo Besucher den Herstellungsprozess beobachten können.
Die Oase umfasst vier Hauptstädte und zweiundzwanzig Dörfer, sodass Besucher mehrere Tage benötigen, um die verschiedenen Bereiche zu erkunden. Die beste Orientierung bietet ein Besuch der zentralen Festung, von wo aus man die Aufteilung der Palmenplantagen und Siedlungen überblicken kann.
Im Jahr 2020 wurde dieser Ort als größte natürliche Oase der Welt zertifiziert, eine Anerkennung, die auf der Kombination aus Fläche, Wasserquellen und jahrhundertealter Bewirtschaftung beruht. Die Bezeichnung bezieht sich auf die gesamte zusammenhängende Kulturlandschaft, nicht nur auf ein einzelnes Palmenfeld oder eine Stadt.
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