Abyei, Umstrittenes Gebiet an der Grenze Sudan-Südsudan
Abyei ist ein umstrittenes Grenzgebiet zwischen dem Sudan und dem Südsudan, das aus Wüstenregionen, Ackerland und Ölfeldern besteht. Die Fläche erstreckt sich über eine Region, in der unterschiedliche Bevölkerungsgruppen leben und wirtschaften.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts vereinigten die Briten mehrere lokale Dinka-Gemeinschaften unter einer Verwaltung, was Spannungen mit den nomadischen Hirten verschärfte. Diese Entscheidung legte den Grundstein für spätere Grenzkonflikte zwischen den beiden Ländern.
Das Gebiet ist seit Generationen Heimat des Ngok-Dinka-Volkes, das hier Ackerbau betreibt und lebt. Zugleich nutzen Misseriya-Hirten die Region als traditionelle Weidegründe für ihre Herden.
Das Gebiet wird von internationalen Friedenstruppen überwacht, die regelmäßig Patrouillen durchführen und mit der Bevölkerung zusammenarbeiten. Besucher sollten sich über die aktuelle Sicherheitslage informieren und lokale Behörden konsultieren.
Das Gebiet hat einen besonderen rechtlichen Status, der es gleichzeitig mit beiden Ländern verbindet, was es zu einem ungewöhnlichen Fall internationaler Regelungen macht. Diese Anordnung entstand als Versuch, einen langwierigen Konflikt durch Kompromiss zu lösen.
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