Visby, Mittelalterliche Küstenstadt auf der Insel Gotland, Schweden
Visby ist eine küstennahe Siedlung auf der Insel Gotland im Südosten Schwedens, die zum Bezirk Region Gotland gehört. Der Ort wird von einer etwa 3,4 Kilometer langen Steinmauer aus dem 13. Jahrhundert umschlossen, die mit 44 Türmen versehen ist und enge Kopfsteinpflastergassen umgibt.
Die Siedlung entstand um 900 als Handelsposten am Ostseeufer und wuchs zu einem zentralen Knotenpunkt für Kaufleute aus ganz Nordeuropa. Im 14. Jahrhundert erreichte der Ort seinen Höhepunkt als Mitglied der Hanse, bevor Konflikte und Konkurrenz seinen Einfluss verringerten.
Der Name leitet sich vom altnordischen *Vis* ab, was Opferplatz bedeutet, und erinnert an die religiöse Bedeutung der Stätte vor ihrer Handelsblüte. Heute sieht man Einwohner und Gäste durch gepflasterte Gassen schlendern, wo sich Geschäfte, Cafés und Wohnhäuser in Gebäuden aus hellem Kalkstein befinden, der von der Insel selbst stammt.
Fähren ab Nynäshamn oder Oskarshamn und Direktflüge zum etwa vier Kilometer entfernten Flughafen verbinden die Insel mit dem schwedischen Festland. Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen innerhalb der Mauern und lassen sich zu Fuß erkunden, während die ruhigeren Monate außerhalb des Sommers weniger Gedränge mit sich bringen.
Innerhalb der Mauern stehen mehr als 200 Lager- und Wohnbauten aus dem 12. bis 14. Jahrhundert, viele davon noch bewohnt oder als Geschäfte genutzt. Zudem zählt man mehrere Kirchenruinen ohne Dach, die zwischen den Gassen stehen und an frühere Gemeinden erinnern.
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