Muddus-Nationalpark, Nationalpark im Bezirk Norrbotten, Schweden.
Der Muddus-Nationalpark umfasst 49.340 Hektar in den Gemeinden Gällivare und Jokkmokk, südwestlich der Stadt Gällivare. Er ist Schwedens größter Waldnationalpark, mit altem Kiefernwald, gefleckten Mooren und Sümpfen sowie tiefen Schluchten. Der Muddusjokk-Wasserfall stürzt 42 Meter etwa 10 km nördlich des Südeingangs herab, und die Moskoskoru-Schlucht erreicht 100 Meter Tiefe.
Muddus wurde 1942 zum Nationalpark erklärt, um seinen alten Kiefernwald und seine Moore zu schützen, und 1984 auf 49.340 Hektar erweitert. Er liegt in Schwedisch-Lappland, überwiegend in der Gemeinde Gällivare und im Übrigen in Jokkmokk, und gehört zum Laponia-Welterbegebiet. Er ist Schwedens größter Waldnationalpark.
Der Park liegt in Sápmi, dem Siedlungsgebiet der Samen, und sein samischer Name ist Muttos, wovon Muddus die schwedische Schreibweise ist. Die Gegend ist mit vielen Erzählungen der samischen Geschichte und Mythologie verbunden. In den tieferen Teilen des Parks weiden Rentiere; dort leben auch Luchse, Bären, Marder und Wiesel.
Der Park verfügt über markierte Wanderwege unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit, sodass man ihn je nach eigener Kondition erkunden kann. Einfache Waldunterkünfte sind an bestimmten Stellen entlang der Wege vorhanden und eignen sich für eine Übernachtung mitten in der Natur.
Im Park wächst eine Kiefer, die über 700 Jahre alt ist, was sie zu einem der ältesten Bäume Europas ihrer Art macht. Dieser Baum stand bereits dort, lange bevor der Park überhaupt existierte, und hat Feuer, Frost und Jahrhunderte der Veränderung überlebt.
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