Esrange, ziviler Startplatz für die Meteorologie
Esrange ist ein Weltraumbahnhof im Norden Schwedens, etwa 40 Kilometer östlich von Kiruna, der sich über etwa 20 Quadratkilometer erstreckt und über 600 Raketen sowie fast 700 Ballons gestartet hat. Die Anlage verfügt über mehrere Startplätze, Kommunikationsantennen und ein riesiges Aufprallgebiet von über 5.600 Quadratkilometern für die sichere Rückkehr von Raumfahrzeugen.
Esrange wurde 1964 von der Europäischen Weltraumforschungsorganisation gegründet und startete 1966 seine erste Rakete, bevor die Schwedische Raumfahrtagentur 1972 die Verwaltung übernahm. Seitdem hat sich der Ort zu einem bedeutenden europäischen Zentrum für Atmosphärenforschung und Raketentests entwickelt und plant nun sein erstes Orbitalstartsystem für Satelliten.
Der Ort trägt die Spuren seiner Entstehung als europäisches Forschungszentrum und bleibt ein Zeichen für wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Ländern. Die abgelegene Lage in der Arktis prägt auch die Beziehung zu den Sami-Hirten der Gegend, die das Land traditionell nutzen und deren Alltag von den Raketenstartterminen beeinflusst wird.
Der Ort ist von dichtem Wald und Tundra umgeben und liegt etwa 40 Kilometer von Kiruna entfernt in einer dünn besiedelten Gegend. Besucher sollten sich auf arktische Wetterbedingungen einstellen und beachten, dass die Anlage aus Sicherheitsgründen nicht während aktiver Raketenstarts betreten werden kann.
An diesem Ort wurden 1966 erstmals europäische Forschungsraketen gestartet, was Schweden zum Zentrum für arktische Weltraumforschung machte. Die Arktislage bietet Vorteile für die Kommunikation mit Satelliten über den Nordpol und ermöglicht Studien der Polarlichter und Atmosphäre unter einzigartigen Bedingungen.
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