Gräberfeld von Högom, Eisenzeitliches Gräberfeld in der Gemeinde Sundsvall, Schweden.
Der Högom-Grabstättenkomplex ist ein Gräberfeld in der Gemeinde Sundsvall in Zentralschweden mit mehreren Hügelgräbern unterschiedlicher Größe und einer Gesamtanlage von etwa 315 mal 190 Metern. Die Anlage enthält zehn Bestattungshügel, von denen die größten etwa 40 Meter Durchmesser und 5 Meter Höhe erreichen, ergänzt durch flache Gräber im umliegenden Gelände.
Das Gräberfeld entstand um 500 n.Chr. während der Völkerwanderungszeit und zeigt frühmittelalterliche Bestattungsbräuche in Nordschwedens Geschichte. Die nebeneinander vorhandenen Hügelgräber und flachen Gräber deuten darauf hin, dass dieser Ort über mehrere Generationen hinweg als Begräbnisstätte genutzt wurde.
Der Grabstättenkomplex zeigt durch die unterschiedlichen Bestattungsformen, wie verschiedene soziale Schichten in der damaligen Gesellschaft ihre Toten ehrten. Die nebeneinander liegenden Hügelgräber und flachen Gräber deuten auf ein differenziertes Gemeinschaftsleben hin, das sich in den Bestattungssitten widerspiegelte.
Der Ort ist für Besucher frei zugänglich und kann das ganze Jahr über besucht werden, ohne dass Eintrittskarten erforderlich sind. Das Sundsvalls Museum, das etwa 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt liegt, bietet geführte Besichtigungen an, um die archäologische Stätte besser verstehen zu können.
Am südlichen Rand des Gräberfeldes steht ein Runenstein namens Högomstenen, der mit Kreuzmotiven verziert ist und eine frühe Verbindung zum Christentum zeigt. Dieser Stein verbindet die heidnische Bestattungstradition mit den neuen religiösen Glaubensvorstellungen, die in der Region Einzug hielten.
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