Gustavianum, Universitätsmuseum in Uppsala, Schweden
Das Gustavianum ist das älteste erhaltene Gebäude der Universität Uppsala, errichtet 1622–1625 nach Plänen des niederländischen Architekten Caspar van Panten. Auf seinem Dach sitzt eine runde Kuppel mit Sonnenuhr, die Olof Rudbeck der Ältere 1662–1663 für ein anatomisches Theater mit Stehplätzen für 200 Zuschauer errichten ließ. Seit 1997 dient das Gebäude als Universitätsmuseum.
Gustavianum wurde zwischen 1622 und 1625 nach Plänen des niederländischen Architekten Caspar van Panten errichtet, finanziert durch eine Spende von Gustav Adolf, und beherbergte Hörsäle, eine Druckerei und Studentenzimmer. 1662 fügte Olaus Rudbeck ein Stockwerk und das anatomische Theater in einer Kuppel hinzu. Nach dem Abriss der Academia Carolina 1778 war Gustavianum bis 1887 das Hauptgebäude der Universität. Seit 1997 dient es als Universitätsmuseum.
Der Name Gustavianum ehrt Gustav Adolf, der den Bau in den 1620er Jahren finanzierte. Das Augsburger Kunstschrankkabinett von 1633 umfasst rund 1.000 Objekte. Das Museum bewahrt zudem Vorlesungsnotizen aus dem ersten Semester der Universität 1477 und Funde aus den Bootsgräbern von Valsgärde, die vom 6. bis 11. Jahrhundert genutzt wurden.
Der Museumseingang liegt am Domkyrkoplan gegenüber dem Dom von Uppsala. Das Anatomische Theater erreicht man über Treppen; der Saal hat wie zu Rudbecks Zeit nur Stehplätze. Das Museum schloss am 30. September 2019 für Reparaturen und öffnete am 24. Juni 2024 wieder.
Die Kuppel wurde 1662–1663 für Olaus Rudbecks Anatomiedemonstrationen errichtet und fasste 200 stehende Zuschauer. Sie ist das zweitälteste erhaltene anatomische Theater der Welt. Nach dem Ende der Sektionen in den 1750er Jahren beherbergte sie die Universitätsbibliothek und später ein zoologisches Museum; 1955 wurde sie nach Rudbecks Entwurf restauriert.
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