Ismantorp hill fort, Migrationszeitliche Ringburg in Öland, Schweden
Die Ismantorp-Ringburg ist eine archäologische Stätte aus der Völkerwanderungszeit auf der schwedischen Insel Öland, bestehend aus kreisförmigen Steingrenzen und inneren Strukturen. Das Gelände zeigt noch heute Mauerreste und Grundmauern von etwa hundert Häusern, die in organisierten Reihen angeordnet waren.
Die Befestigung entstand in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten und war bis ins 7. Jahrhundert aktiv, womit sie unter den ringförmigen Befestigungen der Insel zu den ältesten gehört. Sie wurde in einer Zeit erbaut, als neue Bevölkerungsgruppen Europa durchquerten und lokale Gemeinschaften ihre Siedlungen befestigten.
Der Aufbau der Festung zeigt Merkmale der nordischen Weltanschauung, mit Toren, die auf einen zentralen Bereich ausgerichtet sind, der kosmische Bedeutung hatte. Die Anordnung der Gebäude in Blöcken spiegelt organisierte Strukturen wider, die für Versammlungen oder rituelle Zwecke genutzt wurden.
Das Gelände liegt in einem Waldgebiet bei Borgholm und ist gut zu Fuß erreichbar, mit klaren Steingrenzen, die das Areal heute noch markieren. Die Wege folgen der ursprünglichen Topografie, sodass Besucher die konzentrische Struktur leicht nachvollziehen können.
Archäologische Untersuchungen zeigen, dass die Festung trotz ihrer Größe wahrscheinlich nie dauerhaft bewohnt war. Dies deutet darauf hin, dass sie möglicherweise für Versammlungen, Märkte oder militärische Übungen diente, statt als ständiger Wohnort zu funktionieren.
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