Langwellensender Orlunda, Funkkommunikationsstation in Vadstena Municipality, Schweden.
Der Orlunda-Sender ist eine Radiosendeanlage mit einem zentralen 250 Meter hohen Mast und umgebenden Antennen, alle untergebracht in einem unterirdischen Betontunker mit 1,5 Meter dicken Wänden. Die Einrichtung war mit zwei 300-Kilowatt-Sendern ausgestattet, die dampfgekühlte Röhren nutzten und eine Leistungseffizienz von 66 Prozent erreichten.
Der Sender wurde 1962 errichtet und ersetzte den älteren Langwellensender von Motala, was einen erheblichen Fortschritt in den schwedischen Rundfunkfähigkeiten darstellte. Der Betrieb endete 1991, als der Standort stillgelegt wurde und die Technologie durch neuere Methoden der Signalübertragung abgelöst wurde.
Die Anlage war lange Zeit eine wichtige Quelle für Radiosignale von Sveriges Radio Programm 1 und erreichte damit nicht nur schwedische Hörer, sondern auch Menschen in Finnland, Dänemark, Norwegen, Deutschland und Großbritannien. Für viele dieser Länder war der Sender eine regelmäßige Verbindung zu schwedischen Inhalten und Informationen.
Der Standort liegt in ländlichen Gebieten zwischen Vadstena und Motala und ist aus mehreren Richtungen erreichbar, erfordert aber häufig einen Besuch während klarer Wetterbedingungen, um die äußeren Strukturen richtig zu sehen. Das Gebiet ist relativ flach und bietet gute Sichtlinien auf die hohe Sendeanlage von verschiedenen Punkten der Umgebung.
Die Ingenieure entwarfen den unterirdischen Bunker mit besonderem Schutz für die empfindliche Sendausrüstung, und der Ort wurde mit einem V-12-Dieselmotor ausgestattet, um bei Stromausfällen eine Notstromversorgung zu bieten. Diese Vorkehrungen zeigen, wie wichtig es war, dass dieser nationale Rundfunkstandort unter allen Umständen betriebsbereit blieb.
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