Stora Karlsö, Naturschutzinsel vor Gotland, Schweden
Stora Karlsö ist eine Naturschutzinsel vor der Westküste von Gotland in Schweden, geprägt von Kalksteinplateaus und hohen Küstenklippen. Die Insel ist zu Fuß erkundet werden und verfügt über ein Netz aus Wanderwegen, die an den Klippen und durch das Landesinnere führen.
Die Insel war schon in der Steinzeit bewohnt, wie archäologische Funde in mehreren ihrer Höhlen belegen. Im Mittelalter wurde hier Marmor abgebaut und als Baumaterial für Kirchen auf Gotland verwendet.
Stora Karlsö ist vor allem für seine Seevogelkolonien bekannt, die die Klippen im Sommer dicht bevölkern. Trottellummen und Tordalken nisten in großer Zahl in den Felsspalten, und der Lärm und der Geruch der Kolonie sind schon von Weitem wahrnehmbar.
Die Insel ist im Sommer mit dem Boot vom Hafen Klintehamn auf dem schwedischen Festland erreichbar, die Überfahrt dauert etwa 30 Minuten. Festes Schuhwerk wird empfohlen, da die Wege über unebenes Kalksteingelände führen.
Der Kalkstein der Insel enthält fossile Korallenriffe, die vor rund 400 Millionen Jahren entstanden, als diese Region nahe dem Äquator lag. Das bedeutet, dass man hier tropische Fossilien in einem der nördlichsten Länder Europas findet.
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