Barnhusbron, Straßenbrücke in Kungsholmen, Stockholm, Schweden
Die Barnhusbron ist eine 290 Meter lange Betonstraßenbrücke über den Barnhusviken, die die Tegnérgatan in Norrmalm mit der Scheelegatan in Kungsholmen verbindet. Ihre Breite von 23 Metern und ihre für eine Innenstadtbrücke ungewöhnliche Höhe gehen auf das verworfene Autobahnprojekt Rådmansleden zurück, für das sie als „Tegnérbron“ geplant war. Die Fahrbahn besteht aus Spannbeton, ausgenommen zwei nicht vorgespannte Abschnitte an ihrem östlichen Ende.
Die 1969 erbaute Barnhusbron war Teil des nie verwirklichten Straßenprojekts Rådmansleden, in dem sie Tegnérbron hieß. Sie sollte den Verkehr der älteren Brücken Sankt Eriksbron und Kungsbron entlasten, dient aber vor allem dem lokalen Verkehr zwischen Scheelegatan und Tegnérgatan. Ihre außergewöhnliche Höhe geht auf einen verworfenen Plan zurück, die Klarastrandsleden auf einem Viadukt über die Bahngleise zu führen.
Der Name Barnhusbron, „Waisenhausbrücke“, stammt vom barnhus (Waisenhaus) und tukthus (Zuchthaus), die in den 1630er Jahren von Riddarholmen in Gebäude an der heutigen Barnhusgatan verlegt wurden. Die Brücke und benachbarte Anlagen wurden um 1860, während der Urbanisierung des Viertels, nach dem Waisenhaus benannt.
Der Barnhusbron verbindet Scheelegatan auf Kungsholmen mit Tegnérgatan auf Norrmalm und überspannt die Barnhusviken sowie die darunter verlaufende Klarastrandsleden. Ein Teil der Brückenfläche dient heute als Busparkplatz. Für Stockholms Zentrum ist die Brücke ungewöhnlich hoch; die Überquerung ist frei liegend, mit Blick auf Wasser und Gleise.
Die Brücke war Teil der nie verwirklichten Schnellstraße Rådmansleden und hieß in diesen Plänen „Tegnérbron“. Ihre für eine Innenstadtbrücke ungewöhnliche Höhe geht auf eine verworfene Idee zurück, die Klarastrandsleden auf einen Viadukt über die Bahngleise zu legen, die noch heute ebenerdig unter der Brücke verlaufen.
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