Drottningskär Citadel, Militärfestung und Museum in Karlskrona, Schweden.
Das Fort Drottningskär ist eine Wasserfestung auf einer kleinen Insel vor Karlskrona in Schweden, die aus vier Bastionen und einem zentralen Donjon mit Marineartillerie besteht. Die gesamte Anlage liegt mitten im Wasser und bildete einst den äußeren Schutzring des schwedischen Marinestützpunkts.
Das Fort wurde zwischen 1687 und 1692 unter der Leitung des schwedischen Militäringenieurs Erik Dahlbergh errichtet, um den neu gegründeten Marinestützpunkt Karlskrona zu schützen. Die Entwürfe folgten modernen Befestigungsprinzipien jener Zeit und machten die Anlage zu einem zentralen Element der schwedischen Küstenverteidigung.
Die vier Bastionen der Anlage tragen die Namen schwedischer Königinnen, was im 17. Jahrhundert eine ungewöhnliche Ehrerweisung in der Militärarchitektur war. Wer die Festung besucht, kann heute noch die Inschriften lesen und nachvollziehen, wie Symbolik und Verteidigung damals miteinander verbunden wurden.
Das Fort ist nur per Boot vom Hafen Karlskrona aus erreichbar, und Besuche finden in der Regel in der Saison statt, oft im Rahmen von Führungen. Es lohnt sich, die Öffnungszeiten vorab zu prüfen und wetterfeste Kleidung mitzubringen, da der Standort im offenen Wasser liegt.
Katharina die Große soll das Fort in ihren Aufzeichnungen erwähnt haben und es als das größte Hindernis für ihre Ambitionen in der Ostseeregion beschrieben haben. Diese Notiz zeigt, welchen Stellenwert eine vergleichsweise kleine Inselanlage in der europäischen Machtpolitik jener Zeit einnehmen konnte.
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