Lindgården, Stockholm, Historisches Restaurantgebäude an der Djurgårdsvägen, Stockholm, Schweden.
Lindgården war ein hölzernes Restaurantgebäude im Block Konsthallen an der Djurgårdsvägen in Södra Djurgården, Stockholm, errichtet 1929 und 2011 abgerissen. Arre Essén entwarf es im klassischen Schweizerhausstil mit Anklängen an die klassizistische Vergnügungsparkarchitektur der 1920er Jahre. Unisoliert diente es als offenes Sommerrestaurant für die Stockholmer Ausstellung 1930.
Bereits 1880 stand auf dem Grundstück eine kleine Schankwirtschaft namens Linden. 1929 wurde das Restaurant nach Plänen von Arre Essén im klassischen Schweizerstil mit Anklängen an die Tivoli-Architektur der Zwanzigerjahre um- und ausgebaut, für die Stockholmer Ausstellung 1930, betrieben von Sveriges Allmänna Restaurangbolag als nicht isoliertes Sommerrestaurant. Ab den 1970er-Jahren nutzten Diskotheken wie Sweet Lord, Huset und Vegas die Räume sporadisch; ab 1993 stand das Gebäude weitgehend leer und verfiel.
Das Stockholmer Stadtmuseum erkannte den architektonischen Wert des Gebäudes an und verlieh ihm eine grüne Klassifizierung im Bewertungssystem.
Das Gebäude war nicht isoliert und konnte nur in warmen Monaten betrieben werden, was seine Nutzbarkeit stark einschränkte. Diese saisonale Begrenzung führte später zu Wartungsproblemen und zum Verfall der Struktur.
Die Übergabe von 1990 an Rotaria Invest AB verpflichtete zur Renovierung bis 1995, doch das Haus verfiel trotz einer angedrohten Strafe von zwei Millionen Kronen. Ein Prüfbericht der Stadt von 2004 kritisierte die Verschenkung, die mangelnde Vertragskontrolle und entgangene Erbbauzinsen von über zehn Millionen Kronen. 2005 erging der Abrissbeschluss.
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