Kalixlinjen, Arbeitsweltmuseum und Befestigungslinie in Kalix, Schweden.
Kalixlinjen ist eine Verteidigungszone zwischen den Flüssen Torne und Kalix, keine Linie an den Flüssen selbst. Sie bestand aus zahlreichen Betonkasematten, Schutzräumen und anderen kleineren Befestigungen. Ab den 1960er Jahren kamen Artillerieforts hinzu, bestückt mit 15,2-cm-Geschützen der HMS Gustav V und HMS Fylgia sowie 12-cm-Geschützen von Zerstörern. Zwei Forts sind erhalten, in Siknäs und Kamlunge.
Das System wurde im Zweiten Weltkrieg errichtet, um Schwedens Norden zu schützen, und blieb bis in die 1990er Jahre als Teil der Kaltkriegsverteidigung aktiv. Es steht für eine Zeit, in der Schweden entlang seiner Ostgrenze auf einen möglichen Angriff vorbereitet war.
Die Stätten zeigen, wie die Bewohner während des Krieges lebten und arbeiteten, während Militärpräsenz den Alltag prägte. Der Ort erzählt von Menschen, die sich an eine Landschaft voller Befestigungen anpassten.
Die Standorte sind das ganze Jahr über zugänglich, jedoch können winterliche Verhältnisse die Wege schwer begehbar machen. Da die Befestigungen über ein weitläufiges Gebiet verteilt sind, ist es sinnvoll, ausreichend Zeit einzuplanen und bequemes Schuhwerk zu tragen.
Entlang der Straßen wurden Sprengkammern angelegt, die im Falle eines feindlichen Einmarsches die Routen zerstören sollten. Diese Kammern waren in die gewöhnliche Infrastruktur integriert, sodass sie für Außenstehende kaum zu erkennen waren.
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