Långholmens spinnhus, Ehemaliges Frauengefängnis und Spinnhaus auf der Insel Långholmen, Schweden
Das Långholmens spinnhus ist ein ehemaliges Frauengefängnis und Spinnhaus auf der Insel Långholmen nördlich von Södermalm mit massiven Steinmauern, die sich über die Landschaft erheben. Die Anlage wurde mehrfach erweitert und verfügte zeitweise über separate Werkstätten für verschiedene Handwerksbereiche.
Die Einrichtung wurde 1649 durch königlichen Erlass gegründet und diente über 150 Jahre als Korrektionsanstalt für Frauen. 1825 verlor sie ihren Spezialisierungszweck und wurde zu einem allgemeinen Gefängnis umgewandelt.
Die Insassen des Spinnhauses waren überwiegend Frauen aus schwierigen sozialen Verhältnissen, die hier handwerkliche Fertigkeiten wie Spinnen und Nähen erlernen konnten. Diese Tätigkeiten prägten den Alltag und spiegeln die schwedische Überzeugung wider, dass Arbeit zur Besserung beitragen könne.
Der Ort liegt auf einer schmalen Insel, die leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist und von Wanderwegen umgeben ist. Besucher können die außenseiten der alten Mauern erkunden und die Insel selbst ist ein beliebter Ort zum Spazieren.
Die Einrichtung war bekannt als Gefängnis von Hanna Hansdotter, einer Frau, die wegen Hexereianschuldigungen zum Tode verurteilt wurde und die letzte Hinrichtung dieser Art in Schweden darstellte. Dieser Fall markierte das Ende einer dunklen Periode der schwedischen Justiz.
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