Långängens gård, Lidingö, Bauernhof und Erholungsgebiet in Lidingö, Schweden
Långängens gård ist ein eingeschossiges, rot gestrichenes Holzherrenhaus mit steilem Satteldach aus roten Tonziegeln, das in den 1770er Jahren nach dem für schwedische Pfarrhäuser des 18. Jahrhunderts typischen Sechsteilungsgrundriss errichtet wurde. Über dem Eingang springt ein Mittelgiebel mit einem vierfeldrigen Fenster vor; hölzerne Stufen zwischen weißen Geländern führen hinauf. Die Gebäude beherbergen heute ein Café, ein Restaurant und Festräume.
Långängen wird erstmals im 14. Jahrhundert schriftlich erwähnt, als es zeitweise Birger Ulfsson, dem Sohn der heiligen Birgitta, gehörte. Das heutige Hauptgebäude wurde in den 1770er Jahren nach dem für Pfarrhäuser des 18. Jahrhunderts typischen Sechs-Zimmer-Plan errichtet; 1774–1775 war es im Besitz von Mathias Revaldt. Die Stadt Lidingö kaufte den Hof 1947.
Wilhelm von Braun wohnte in einem Zimmer unter dem Dach und schrieb dort zwischen 1851 und 1855 seine Gedichte. Das Haus verbindet auf diese Weise Alltagsleben mit Literaturgeschichte auf persönlicher Ebene.
Die 30-km-Strecke des Lidingöloppet führt am Hof vorbei und weiter nach Osten auf den Gipfel des Killingeberget. Im Winter dienen die großen offenen Wiesen dem Skilanglauf, die Wege eignen sich für lange Spaziergänge. Zeitweise weidet eine private Schafherde auf den Wiesen; die Schafe werden für die Ausbildung von Hütehunden genutzt.
Das Haus bewahrt zwei originale Rococo-Kachelöfen aus den 1770er Jahren und einen großen gemauerten Kamin im Hauptsaal. Diese Elemente zeigen die Handwerkskunst und den Reichtum, die das Anwesen einst charakterisierten.
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