Hortfund von Sundveda, Wikinger-Silberschatz in Sundveda, Gemeinde Sigtuna, Schweden.
Der Sundveda-Schatz ist ein Silberschatz aus der Wikingerzeit in Sigtuna mit 482 Münzen aus verschiedenen Regionen wie Nordafrika, Iran, Russland, Arabien und Nord-Indien, die zusammen 660 Gramm wiegen. Die Münzen stammen aus weit entfernten Handelszentren und zeigen die bemerkenswerten Verbindungen dieser Epoche.
Der Schatz wurde 2008 von Archäologen der Schwedischen Kulturerbbehörde während einer Grabuntersuchung entdeckt und ist der größte Silberfund seit 1827. Die Münzen wurden um die Mitte des 9. Jahrhunderts vergraben, was auf eine Zeit intensiver Handelsaktivität hindeutet.
Die Münzen stammen aus dem Abbasiden-Kalifat und wurden in Bagdad und Damaskus hergestellt, was auf weitreichende Handelswege während der Wikingerzeit hindeutet.
Besucher können ausgewählte Stücke der Sammlung im Sigtuna-Museum betrachten, wo die Artefakte im historischen Kontext präsentiert werden. Das Museum zeigt die Münzen auf anschauliche Weise, sodass man ihre Herkunft und Bedeutung verstehen kann.
Der Fundort zeigt drei verschiedene Nutzungsphasen von etwa 100 nach Christus bis ins 7. Jahrhundert, bevor die Münzen vergraben wurden. Diese lange Nutzungsgeschichte deutet darauf hin, dass der Ort über Generationen hinweg von Bedeutung war.
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